1. Halbjahr 2012: Bayerische Heilbäder und Kurorte im Aufschwung

31.8.2012. Im ersten Halbjahr 2012 können die bayerischen Heilbäder und Kurorte eine erfreulich positive Bilanz verbuchen: Die Gästeankünfte stiegen um rund 6,9 Prozent und auch die Übernachtungen verzeichneten einen Zuwachs von 2,8 Prozent.

Kur und Gesundheitsurlaub in Bayern liegen im Trend: Mit über zehn Millionen Übernachtungen im ersten Halbjahr 2012 befinden sich die bayerischen Heilbäder und Kurorte im Aufschwung. Das geht aus den Daten des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung hervor, das nun die Tourismuszahlen für die erste Jahreshälfte 2012 in Bayern veröffentlicht hat.

Insgesamt stiegen die Ankünfte in den bayerischen Heilbädern und Kurorten um 6,9 Prozent. Damit haben von Januar bis Juni 2012 weit über zwei Millionen Gäste in den bayerischen Heilbädern und Kurorten Erholung gesucht. Besonders positiv fiel die Bilanz für die heilklimatischen Kurorte aus, die sogar über 10 Prozent zulegen konnten.

Der Aufschwung schlägt sich auch in den Übernachtungszahlen nieder: Diese stiegen um 2,8 Prozent auf 10.164.711 Übernachtungen. Damit liegen die Heilbäder und Kurorte in Bayern mit einem Übernachtungsanteil von über 27 Prozent weit vor anderen Urlaubszielen wie Luftkurorten oder Erholungsorten.
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in den Heilbädern und Kurorten beträgt 4,9 Tage. Dies sind über zwei Tage mehr als für Bayern insgesamt, wo der Durchschnitt bei 2,7 Tagen liegt.

Die Tendenz für die bayerischen Heilbäder und Kurorte ist also positiv – allerdings sieht der erste Vorsitzende des Bayerischen Heilbäder-Verbandes, Klaus Holetschek, noch Handlungsbedarf: „Die steigenden Zahlen zeigen: Die bayerischen Heilbäder und Kurorte liegen bei den Touristen in Bayern im Trend. Dennoch sehe ich noch viel Potential – und hier müssen die Kassen tätig werden: Nur wenn Kuraufenthalte von Kassenseite wieder zunehmend unterstützt werden, können auch mehr Patienten die hervorragenden Angebote in den bayerischen Heilbädern und Kurorten nutzen und so vorhandene Kapazitäten ausschöpfen.“