30.4.2018 – Tödlicher Alpinunfall in St. Anton am Arlberg

1.5.2018 St. Anton am Arlberg/Tirol. Am Morgen des 30.04.2018 stiegen ein 50-jähriger deutscher Staatsbürger, ein 44-jähriger Schweizer und eine 51-jährige litauische Staatsbürgerin mit Tourenski gemeinsam von der Darmstädter Hütte, wo sie im Winterraum übernachtet hatten, über den Kuchenferner zum Kuchenjoch auf.

Nach kurzem Aufenthalt fuhren sie vom Kuchenjoch unter Einhaltung größerer Abstände westseitig in Richtung „Fasultal“ ab.

Gegen 09.40 Uhr, kurz bevor sie die Talsohle des „Fasul“ erreichten, befuhren sie eine steile und mit harter Schneeoberfläche bedeckte Bachrinne.

Die Frau dürfte auf einer Seehöhe von ca. 2120 m in diesem Bereich zu Sturz gekommen sein, rutschte vermutlich entlang der Rinne talwärts und stürzte nach ca. 20 m durch ein „Schneeloch“ in den Bach, wo sie im Bachbett liegen blieb.

Ihre Begleiter, welche den Unfall nicht direkt beobachtet hatten, stiegen nachdem sie das Fehlen ihrer Begleiterin bemerkt hatten zur Unfallstelle auf und zogen ihre Begleiterin aus dem Bach.

In der Folge führten sie Reanimationsmaßnahmen durch und setzten einen Notruf ab.

Das Notarztteam des NAH C5 flog zur Unfallstelle und setzte die Notärztin mittels Tau ab. Diese konnte nur mehr den Tod der Frau feststellen.

Der Leichnam wurde von der Alpinpolizei und vom Hubschrauber des Polizei HS „Libelle“ geborgen und nach St. Anton geflogen. Die Begleiter wurden ebenfalls ins Tal geflogen.

Zur Feststellung der Todesursache wurde eine sanitätspolizeiliche Obduktion angeordnet.