8.11.2021 – Drohung gegen Schule in Marktoberdorf

8.11.2021 Marktoberdorf/Ostallgäu. In einem Brief, der heute Morgen gefunden wurde, äußerte ein bislang Unbekannter eine Drohung gegen das Gymnasium in Marktoberdorf. Dies hatte einen größeren Polizeieinsatz zur Folge, zwischenzeitlich gibt die Polizei allerdings Entwarnung.

Noch vor Schulbeginn wurde das gesamte Schulareal in Marktoberdorf weiträumig abgeriegelt, da in dem Schriftstück eine unkonkrete Drohung gegen die Schule geäußert wurde.

Es bestand nach Ansicht der Polizei zu keinem Zeitpunkt eine konkrete Gefahr für die Schülerinnen und Schüler oder die Schule.

Nichtsdestotrotz sperrte die Polizei das Schulareal und setzte den Unterricht an der Mittel- und Realschule sowie dem Gymnasium vorübergehend aus.

Symbolfoto (© Bayerische Polizei)

Die Schüler aus dem Stadtgebiet Marktoberdorf schickten die Einsatzkräfte in Absprache mit den tangierten Schulen nach Hause, die Schüler aus dem Umland wurden von den Lehrkräften in einer Sammelstelle betreut.

Nach einer Absuche des Gymnasiums und anschließender Entwarnung gab die Polizei nach Absprache mit der Leitung des Gymnasiums Marktoberdorf den Unterricht wieder frei, sodass gegen 08:45 Uhr der Polizeieinsatz größtenteils beendet war und die ersten Schülerinnen und Schüler in die Schule zurückkehren konnten.

Zum Inhalt des Schreibens können derzeit keine näheren Angaben gemacht werden.

Insgesamt waren rund 60 Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Marktoberdorf sowie der umliegenden Dienststellen unter Führung des Polizeipräsidiums in Kempten im Einsatz.

Die Kriminalpolizei Kempten hat die Ermittlungen nach dem Urheber des Schreibens aufgenommen.

Die Polizei weist darauf hin, dass solche Drohungen gegebenenfalls den Straftatbestand der „Störung des öffentlichen Friedens durch Ankündigungen von Straftaten“ erfüllen können, der mit einer empfindlichen Strafe bedroht ist.

Zudem können dem Verfasser die Kosten des Polizeieinsatzes auferlegt werden.

(PP Schwaben Süd/West)