Aktuelle Informationen zum Einsatz von AstraZeneca in den Bayerischen Impfzentren

10.5.2021 Lindau (Bodensee). Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (StMGP) hat den Landkreis Lindau (Bodensee) mit Schreiben vom 7. Mai 2021 über die Ergebnisse der Gesundheitsministerkonferenz vom 6. Mai 2021 informiert und über folgende Vorgaben für die Bayerischen Impfzentren in Bezug auf den Einsatz des Impfstoffes „Vaxzevria“ des Herstellers AstraZeneca hingewiesen.

Die Änderungen hinsichtlich der Aufhebung der Priorisierung, der Flexibilisierung des Abstandes zwischen Erst- und Zweitimpfung und damit verbundener Terminverschiebungen gelten ausschließlich für die Arztpraxen, nicht für die Impfzentren.

Aufhebung der Priorisierung für den Impfstoff „Vaxzevria“ (AstraZeneca)

Es wurde eine bundesweite Aufhebung der Priorisierung für den Impfstoff „Vaxzevria“ (AstraZeneca) für die Arztpraxen beschlossen; dies gilt nicht für Impfungen in den Impfzentren. Nachdem die Priorisierung bei Impfungen mit AstraZeneca in den bayerischen Arztpraxen bereits zuvor aufgehoben worden war, ändert sich die Rechts- und Sachlage in Bayern insofern nicht.

Verkürzung des zeitlichen Abstands zwischen der Erst- und Zweitimpfung für die Arztpraxen

Für die Arztpraxen wurde die Möglichkeit geschaffen, das Impfintervall beim Impfstoff „Vaxzevria“ (AstraZeneca) in Absprache mit dem Impfling auf einen Zeitraum vier bis zwölf Wochen festzulegen.

Hieraus ergibt sich keine Änderung für die bisherige Terminierung bei den Impfzentren. Die durch den Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz vom 6. Mai 2021 eingeräumte Flexibilisierungsmöglichkeit richtet sich ausschließlich an die Arztpraxen, nicht an die Impfzentren.

Für die mit „Vaxzevria“ (AstraZeneca) durchzuführenden Zweitimpfungen in den Impfzentren gilt weiterhin die Vorgabe von 12 Wochen.

Keine Verschiebung von Terminen für Zweitimpfungen

Die Termine für die Zweitimpfungen sind von den Impflingen grundsätzlich einzuhalten. Terminverschiebungen sind nur in dringenden persönlichen Ausnahmefällen zulässig, die auch durch geeignete Nachweise belegt werden müssen. Als dringende Ausnahmefälle kommen beispielsweise in Betracht Erkrankungen, die einer Impfung an dem gebuchten Termin entgegenstehen (Nachweis durch ärztliches Attest).

Nicht als dringender persönlicher Grund zu akzeptieren sind hingegen insbesondere geplante Urlaubsreisen oder Ähnliches. Terminverschiebungen aus anderen Gründen können leider nicht vorgenommen werden.