„Bayern Vorreiter beim Ausbau der Telemedizin“

25.7.2012 – Bayern stärkt den Ausbau der Telemedizin im Freistaat. Das betonte die Bayerische Gesundheitsstaatssekretärin Melanie Huml beim Startschuss für das Bayerische Zentrum für Telemedizin „TelemedAllianz“ in Ingolstadt. „Telemedizin bringt medizinisches Spezialwissen auf schnellstem Wege zu Patienten in allen Landesteilen. Weite Anfahrtswege können so für kranke Menschen oft vermieden werden“, sagte Huml. Die „TelemedAllianz“ soll die vielfältigen Initiativen im Freistaat bündeln, Mediziner flächendeckend informieren und die Versorgung der Patienten im ländlichen Raum stärken. Die „TelemedAllianz“ ist unter anderem als Anlaufstelle für Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte gedacht, die via Telemedizin Expertenmeinungen oder Therapieempfehlungen einholen wollen. Die Behandlung selbst findet weiterhin aber im Krankenhaus vor Ort oder beim Arzt des Vertrauens statt. Zudem soll die „TelemedAllianz“ Ansprechpartner für Krankenkassen und Dienstleistungsunternehmen im Gesundheitsbereich sein. Für Patienten soll ein Internetportal eingerichtet werden, das über die Chancen der Telemedizin informieren und Fragen der Internetnutzer beantworten soll. Huml: „Die Telemedizin steht für eine moderne und menschliche Medizin. Davon profitieren die Patienten.“ Das Bayerische Gesundheitsministerium fördert den Aufbau der „TelemedAllianz“ mit rund 290.000 Euro.

Die „TelemedAllianz“ wird künftig auch die bereits bestehenden Aktivitäten Bayerns im Bereich der Telemedizin koordinieren. Seit 1995 fördert die Bayerische Staatsregierung telemedizinische Pilotprojekte mit knapp elf Millionen Euro. Bislang gibt es fünf Telemedizin-Netze und rund 45 Einzelprojekte. „Bayern ist damit in der Telemedizin seit Jahren führend – unsere Vorreiterrolle bauen wir mit der „TelemedAllianz“ weiter aus“, betonte Huml. Insbesondere die Netzwerke zur Schlaganfall- und Herzinfarktversorgung haben bundesweit Nachahmer gefunden. Auch in der Prävention kann die Telemedizin einen entscheidenden Beitrag leisten. „Spezialwissen kommt zum Patienten und nicht umgekehrt“, so Huml.