Huber: Gute Krankenhäuser sichern Lebensqualität

Krankenhausplanungsausschuss befürwortet bessere Hilfe für Schmerz-Patienten

26.11.2012. Krankenhäuser sind der Garant einer hochwertigen, flächendeckenden medizinischen Versorgung der bayerischen Bevölkerung. Dies betonte der Bayerische Gesundheitsminister Dr. Marcel Huber bei der heutigen Sitzung des Krankenhausplanungsausschusses.

„Es ist ein bedeutendes, sozialpolitisches Signal für Bayern, die Krankenhausförderung wieder auf 500 Millionen Euro im Jahr zu heben. Eine gute Krankenhausversorgung ist unverzichtbar, um die Lebensqualität der Bürger in Bayern zu sichern. Unser Ziel ist eine wohnortnahe und hochwertige Krankenhausversorgung in allen Landesteilen“, so Huber.

Die Gelder werden zielgerichtet vor Ort investiert. Als wichtigen Ansatz baut Bayern die teilstationären Angebote für Schmerzpatienten weiter aus. „Schmerz-Patienten haben häufig einen langen Leidensweg hinter sich. Zwischen den ersten Symptomen und dem Therapiebeginn liegen oft Jahre. Diesen Patienten wollen wir besser helfen“, so Huber. Am Krankenhaus Hohe Warte Bayreuth soll etwa eine Tagesklinik für Schmerztherapie mit zehn Plätzen entstehen und am Klinikum Kempten-Oberallgäu eine Schmerztagesklinik mit acht Plätzen. Der Krankenhausplanungsausschuss hat in seiner heutigen Sitzung sein grundsätzliches Einverständnis zu der Einrichtung dieser Tageskliniken erklärt. In den Tageskliniken sollen die Patienten eine multimodale Schmerztherapie erhalten. Huber: „Eine erfolgreiche Behandlung kann Schmerz-Patienten helfen, wieder aktiv und schmerzfrei am Leben teilzunehmen. Damit wird die Lebensqualität jedes Patienten gesteigert. Das muss unser Ziel sein.“

In Deutschland leiden nach epidemiologischen Schätzungen mindestens fünf bis acht Millionen Menschen an behandlungsbedürftigen chronischen Schmerzen. In Bayern gibt es bereits 23 Schmerztageskliniken mit insgesamt 202 Plätzen. Allein im vergangenen Jahr wurden dort fast 8.000 Patienten behandelt. Für den Aufbau von vier weiteren Tageskliniken in Nördlingen, Ottobeuren, Passau und Amberg hatte der Krankenhausplanungsausschuss bereits in früheren Sitzungen seine Zustimmung gegeben.

 

Weitere Entscheidungen des Krankenhausplanungsausschusses:

– Der Krankenhausplanungsausschuss hat die Konzepte für Strukturveränderungen bei den Krankenhäusern in den Landkreisen Freyung-Grafenau und Cham positiv bewertet. Die Klinikträger planen umfassende Umstrukturierungen der Krankenhäuser Freyung, Grafenau und Waldkirchen sowie Roding, Cham und Bad Kötzting. Ziel ist es, eine flächendeckende stationäre Versorgung zu erhalten und gleichzeitig die medizinische Leistungsfähigkeit sowie die Wirtschaftlichkeit der Krankenhäuser zu verbessern. So soll zum Beispiel im Krankenhaus Grafenau die Innere Abteilung erweitert werden, damit dort die Versorgung unter anderem in den Bereichen Kardiologie, Diabetologie und Onkologie ausgebaut werden kann.

– Weiter ausgebaut wird die stationäre Versorgung im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie. So kann das Heckscher-Klinikum München um sechs vollstationäre Betten erweitert werden. Das Heckscher-Klinikum München soll zudem eine Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Landsberg als Außenstelle mit 15 Plätzen aufbauen und betreiben. Auch das Josefinum Kinderkrankenhaus in Augsburg erhält in der Fachrichtung Kinder- und Jugendpsychiatrie zehn zusätzliche Betten.

– Außerdem wird die Versorgung von Schlaganfallpatienten weiter verbessert. So wird das Kreiskrankenhaus Erding in das Schlaganfallnetzwerk TEMPIS aufgenommen, das Stadtkrankenhaus Schwabach und das Krankenhaus Rummelsberg in Schwarzenbruck in das STENO-Netzwerk. Auch die Kapazitäten für die neurologische Frührehabilitation, die Bestandteil der Krankenhausbehandlung ist, werden aufgestockt. Der Krankenhausplanungsausschuss hat der Erweiterung der neurologischen Frühreha an der Schön Klinik München Schwabing um 18 Betten zugestimmt und sich dafür ausgesprochen, die Planbetten an der Schön Klinik Bad Aibling um 20 zu erhöhen, darunter auch Betten für die neurologische Frühreha.

– Zugestimmt hat der Krankenhausplanungsausschuss auch der Erweiterung der Palliativstation am Klinikum Ansbach auf zehn Betten und an der Kreisklinik Ebersberg auf acht Betten. Nach Fertigstellung der noch erforderlichen Baumaßnahmen wird sich damit in Zukunft die Zahl der Palliativbetten in den 48 Palliativstationen auf 444 erhöhen. An weiteren 35 Krankenhäusern wurden inzwischen palliativmedizinische Dienste anerkannt, so dass derzeit 83 Krankenhäuser über ein palliativmedizinisches Angebot verfügen.