In Memmingen werden die Müllgebühren gesenkt

22.12.2017 Memmingen. Viel zu tun gibt es derzeit im Steueramt der Stadt Memmingen: Michael Frauendorfer, zuständig für die An- und Abmeldung von Müllgefäßen, erstellt über 12.000 neue Müllgebührenbescheide.

Der Grund hierfür ist erfreulich. Die Müllgebühren werden zum 1. Januar 2018 in Memmingen um durchschnittlich zehn Prozent gesenkt. „Das sind gute Nachrichten in Zeiten allgemein steigender Lebenshaltungskosten“, stellt Oberbürgermeister Manfred Schilder fest. Die Änderung der Gebührensatzung hat der Stadtrat einstimmig beschlossen. Die neuen Gebührenbescheide werden zwischen den Jahren verschickt.

Über die Senkung der Müllgebühren freut sich auch Dietmar Hörberg, Leiter des Amts für Technischen Umweltschutz. „Die Gebührensenkung wurde möglich, weil sich die Kosten für das Müllheizkraftwerk in Ulm, in dem der Memminger Abfall verbrannt wird, reduziert haben“, erklärt er. Auch die Abfalltrennung trage deutlich zu Kosteneinsparungen bei, da durch den Verkauf von Wertstoffen wie zum Beispiel Elektroaltgeräten Erlöse erzielt würden.

Eine weitere Änderung gibt es bei der Abrechnung des Sperrmülls im Wertstoff- und Problemmüllzentrum (WuP) in der Anschützstraße. „Aufgrund einer gesetzlichen Vorgabe dürfen Verwiegungen unterhalb der Mindestlast von Waagen nicht mehr gebührenrelevant abgerechnet werden“, sagt Hörberg. Deshalb müssten Anlieferungen auf der Fahrzeugwaage bis 100 Kilogramm künftig pauschal mit einer Gebühr von 10 Euro abgerechnet werden.

Werde wenig Sperrmüll angeliefert, sei wahlweise eine Verwiegung an der Kleinmengenwaage möglich. Die Mindestgebühr betrage 2 Euro, so der Amtsleiter. Unabhängig von der Mindestlast würden je Kilogramm Sperrmüll 12 Cent berechnet, das entspreche einer Senkung von acht Prozent. „Eine Gebührenerhöhung hingegen gibt es für die eher selten anfallende Entsorgung von Asbest und Mineralwolle“, informiert Hörberg.

Alle aktuellen Gebührensätze sind im Internet unter www.umwelt.memmingen.de abrufbar.