„Italienische Reise“ mit Jutta Speidel

Die bekannte deutsche Schauspielerin ist am 03.09.2011 in Bad Wörishofen zu Gast und präsentiert im Kurtheater eine Rezitation mit Musik
Auf Einladung der Kurverwaltung Bad Wörishofen gastiert die bekannte deutsche Schauspielerin Jutta Speidel am Samstag, 03. September 2011 im Kurtheater.

Ab 20.00 Uhr geht Speidel dort gemeinsam mit dem interessierten Publikum auf eine „Italienische Reise“, so der Titel des Abends. Begleitet wird sie dabei von Tenor Pablo Santana & Ensemble, die der Veranstaltung die passenden musikalischen Rahmen geben. Außerdem werden italienische Impressionen auf Großbildleinwand gezeigt.

Dieser Abend ist eine Hommage an Italien, ein liebevoller Blick auf das Land, auf das wir, die wir nördlich der Alpen leben, so sehnsuchtsvoll schauen. Johann Wolfgang von Goethe gibt den Weg vor: „Endlich „frei wie ein Vogel“, notierte er in seinem Reisetagebuch. „Auch ich in Arkadien!“ – Ein romantischer und damit wohl sehr „deutscher“ Blick.

Jutta Speidel – selbst mit dem Herzen in Italien zu Hause – leiht Goethes mal euphorischen, oft besinnlichen Notizen ihre Stimme, gibt dem Bild aber auch über die eher selbstironischen, liebevoll-kritischen „Anmerkungen“ italienischer Autoren spannende Schattierungen und Kontraste hinzu: Das Programm lässt uns dieses Land, wo die Zitronen blühen’ … über Wort – und vor allem auch Musik – von seiner sonnigen Seite erleben, will aber auch die Menschen dort ungeschminkt aufscheinen lassen: ihre liebenswerte, manchmal auch befremdliche ‚Andersartigkeit’. Denn die ‚Wahrheit’ eines Landes, seiner Menschen und deren Kultur und Lebensart liegt meist irgendwo zwischen der äußeren und inneren Perspektive. Diese ‚Reise’ will Italien mit Respekt, großer Sympathie und ehrlichen Farben skizzieren – bebildert Romantik gebrochen im Licht der Realität.

Jutta SPEIDEL
Jutta Speidel wurde 1954 in München geboren und stand bereits als Schülerin für Filme wie „Pepe, der Paukerschreck“ oder „Hurra, die Schule brennt“ vor der Kamera. In den Jahren 1972 bis 1976 besuchte sie die Schauspielschule und erhielt zusätzlich eine Tanzausbildung. Gleich nach ihrem Abschluß holte sie der renommierte Regisseur Rudolf Noelte 1976 als Elektra an das Renaissance-Theater Berlin. Es folgten Engagements an zahlreichen weiteren Theatern und Festspielen, mit den unterschiedlichsten Rollen, in denen Jutta Speidel ihre Vielseitigkeit als Charakterschauspielerin unter Beweis stellen konnte. So spielte sie z. B. die „Ophelia“ in HAMLET sowohl am Burgtheater Wien und bei den Festspielen Bad Hersfeld und war bei diesem Festival auch als „Buhlschaft“ in JEDERMANN zu sehen. Theatertourneen, unter anderem mit dem Stück „Die Katze auf dem heißen Blechdach“ von Tennessee Williams, führten sie durch ganz Deutschland.
Eine ebenso große Karriere gelang der Künstlerin bei Film und Fernsehen. Sie war seit Rainer Erlers „Die letzten Ferien“ (1975) und „Fleisch“ (1979) in mehr als 65 Kinofilmen, TV-Filmen und Serien zu sehen, so auch in den Erfolgsserien „Alle meine Töchter“ (1993-1999) und „Um Himmels Willen“ (2001-2004).
1997 gründete sie den Verein HORIZONT e.V., der sich für die Wiedereingliederung obdachloser Kinder und deren Mütter in die Gesellschaft einsetzt. Die Initiative wird ausschließlich aus privaten Spenden finanziert. 2004 baute und eröffnete Jutta Speidel das erste eigene Obdachlosenhaus für 24 Mütter und ca. 80 Kinder. Für dieses Engagement und ihren unermüdlichen Einsatz erhielt sie zahlreiche hochrangige Ehrungen.

Pablo SANTANA, Tenor
Pablo Santana wurde in Buenos Aires geboren. Seine Musikstudien begann er mit der Gitarre an der Musikhochschule „Manuel de Falla“ in Buenos Aires. Sein Gesangsstudium setzte er am Kunstinstitut des „Teatro Colón“ fort, um schließlich in die Staatliche Hochschule für Musik Karlsruhe einzutreten, wo er bei Prof. Aldo Baldin Gesang studierte.
Als Stipendiat besuchte er Meisterklassen bei Ernst Haefliger, Heather Harper, Gerard Souzay, Elisabeth -Schwarzkopf und Nicolai Gedda.
Neben der Oper widmet sich Pablo Santana auch intensiv dem Liedgesang. Seine Zusammenarbeit mit Hartmut Höll und Mitsuko Shirai, die in seiner Karlsruher Zeit begann und bis heute fortdauert, war dabei ausschlaggebend. Er gab zahlreiche Konzerte mit Liederzyklen („Die schöne Müllerin“, „Dichterliebe“, „Tagebuch eines Verschollenen“, u.a.)
Pablo Santana ist ein gefragter Solist auch bei Orchesterkonzerten und Oratorien, mit einem umfangreichen Repertoire, das vom Barock bis zur Zeitgenössischen Musik reicht. Auftritte erfolgten u.a. in der Kölner Philharmonie, bei den Schwetzinger Festspielen, dem Rheingau Festival, dem Casino Basel und in der Liederhalle Stuttgart.
1992 wurde Pablo Santana Finalist beim „Mendelssohn“ – Wettbewerb, 1993 gewann er den „Mario del Monaco – Preis beim „Toti dal Monte“ – Wettbewerb in Treviso.
Erste Opernauftritte hatte Pablo Santana am Teatro Colón. Sein Debut auf europäischen Bühnen gab er als Ensemblemitglied des Stadttheaters Bern als „Graf Almaviva“ in Rossinis „Der barbier von Sevilla“. In Bern sang er weiterhin u.a. „Fenton“ in Verdis „Falstaff“, „Nemorino“ in Donizettis „L’elisir d’amore“ und den Camille de Rossillon in Lehárs „Die lustige Witwe“. Er arbeitete mit Dirigenten wie Julius Rudel, Jun Märkl und Miguel Gomez-Martinez zusammen.
1993 nahm Pablo Santana „Paulus“ von Felix Mendelssohn Bartholdy auf CD auf. Für den SDR wirkte er 1994 bei der Uraufführung von „Canti Amorosi“ von Wilhelm Killmayer mit.
In den letzten Jahren war Pablo Santana in Spanien u. a. beim Teatro Real Madrid, der Opera de Jerez de la Frontera und der Opera de Sevilla zu hören, sowie in Venedig „La Fenice“ in der Rolle des „Giove“ in Cavallis „Orione“.

Karten sind an folgenden Stellen erhältlich:

Kartenvorverkauf Kurhaus Bad Wörishofen, Tel. 0 82 47 / 99 33 57
Mindelheimer Zeitung, Tel. 0 82 47 / 35 0 35 und 0 82 61 / 99 13 75
Info-Point in der Therme, Tel. 0 82 47 / 33 33 70
sowie an allen bekannten München Ticket-Vorverkaufstellen und online unter www.bad-woerishofen.de!