Memmingen: Austausch mit dem ungarischen Petöfi Gymnasium im 27. Jahr

30.4.2015 Memmingen. Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger begrüßte jetzt Schülerinnen und Schüler aus Budapest recht herzlich im Memminger Rathaus.

Der inzwischen schon traditionelle Austausch zwischen dem ungarischen Petöfi-Gymnasium und dem hiesigen Vöhlin-Gymnasium besteht seit nunmehr 27 Jahren. Der Rathauschef dankt besonders den Gastfamilien und den Betreuungslehrern, ohne die ein solcher Austausch nicht möglich sei.

„Die ungarischen Gäste erhalten durch die Unterbringung in einer deutschen Gastfamilie einen viel besseren Eindruck von Land und Leuten als bei einem Hotelaufenthalt“, so der Rathauschef. Zum Schluss wünscht das Stadtoberhaupt den Schülerinnen und Schülern noch einen schönen Aufenthalt in Memmingen und verteilt als Souvenir Pins mit dem Stadtwappen und die Stadttaschen.

Auch der Schulleiter des Vöhlin Gymnasiums, Burkhard Arnold, freut sich über den Jugendaustausch. Der Schulleiter betont, dass es sich zwischen den beiden Schulen um eine ganz besondere Verbindung handelt. Der Austausch besteht seit 1988, das heißt er entstand zu einem Zeitpunkt, als die Grenzen zwischen Ost und West noch nicht geöffnet waren. Sein Dank geht auch an die ungarischen Austauschlehrerinnen Ewa Kiss und Edina Horvarth, sowie an die beiden Begleitlehrer des Vöhlin-Gymnasiums, Benedikt Mayer und Stefanie Balhar.

Anschließend richtet der gebürtige Ungar und Vorsitzender der Europa-Union Kreisverband Memmingen, Lajos Oszlari, noch einige Worte an die Gäste aus Budapest. Der Vorsitzende berichtet freudestrahlend, dass gerade eine Europa-Union Stelle in Ungarn aufgebaut werde. Auch er betont, wie wichtig es ist, Brücken zwischen den Jugendlichen in Europa zu bauen. Außerdem erzählt er stolz, dass das Petöfi-Gymnasium in Ungarn erst kürzlich eine besonders hohe Auszeichnung, nämlich den „Goldenen Europastern“, erhalten habe.

Die ungarische Betreuungslehrerin Marta Petri stellt mit Genugtuung fest, „dass der Austausch mittlerweile schon zu einer guten Tradition wurde und dass Tradition schließlich auch verbindet“. In diesem Sinne freut Sie sich schon auf die kommenden Jahre. Sie dankt dem Stadtoberhaupt für die seit vielen Jahren regelmäßigen Empfänge im Rathaus mit einem edlen Tropfen aus ihrer Heimat. Anschließend singt die junge Ungarin Fanny Huszar ein traditionelles, ungarisches Volkslied in der Rathaushalle, deren Inhalt sich um die Liebe dreht.