Naturpark Nagelfluh

Farbenrausch: Allgäuer Wanderherbst in der Nagelfluh
Schönste Zeit für Entdeckertouren im neuen Naturpark

Herbstnebel umspielen die stolzen Gipfel, tiefe Wälder leuchten in prachtvollsten Farben. Die Luft glasklar, das Licht sanft und mild – wer jetzt nicht die Stiefel schnürt, verpasst das Unvergessliche. Mit einem Wegnetz von insgesamt 7.000 Kilometern in den verschiedensten Höhenlagen gehört das Allgäu zu den führenden Wanderregionen in Europa. Neuestes Highlight ist der grenzüberschreitende Naturpark Nagelfluhkette, der allein mehr als 1.000 Kilometer bestens beschilderter Routen umfasst. Noch bis zum ersten Schneefall werden hier auch geführte Touren zu den diversen spannenden Themen veranstaltet – für Familien genauso wie für alle, die sich im herbstlichen Farbenrausch die Geheimnisse der Erdgeschichte erwandern wollen.

Der Park: Es ist der erste grenzüberschreitende Naturpark zwischen Deutschland und Österreich und gleichzeitig die erste Region im bayerischen Alpenraum, die diese begehrte Auszeichnung erhalten hat. Kein Wunder: Das Gebiet ist eine grandiose Natur- und Kulturlandschaft mit über 500 Alpbetrieben und einem Mosaik aus Alpwiesen und versteckten Moorflächen, lichten Bergwäldern und den markanten Nagelfluhfelsen, die dem Naturpark seinen Namen gegeben haben. Das Nagelfluhgestein – im Allgäu auch „Herrgottsbeton“ genannt – besteht aus unterschiedlich großen Flusskieseln, die sich von über 20 Millionen Jahren am damaligen Alpenrand abgelagert haben und auf natürliche Art miteinander verkittet wurden. Dieses Gestein türmt sich hier zu einem mächtigen, bis 1.834 Meter hohen Gebirge auf – in den alpenweit schönsten Ausprägungen.

Die Touren: Selbstverständlich kann jeder Wanderer auch auf eigene Faust losziehen. Wertvolles Wissen, Insidertipps und viele Geschichten sind aber bei den geführten Wanderungen und Exkursionen im erst 2009 gegründeten Naturpark zu erhalten. Lauschen, Riechen, Fühlen, Spüren und das mit jeder Menge Spaß heißt es beispielsweise bei der „Familienerlebnistour“ an jedem Donnerstag, die auch für Kinderwagen geeignet ist. Wer einem echten Senn beim Käsen über die Schulter sehen will, ist bei der „Älpler-Tour“ immer dienstags goldrichtig – einer vierstündigen Wanderung zur Alpe Ornach (Anmeldung für beide Touren über die Gäste-Information Bolsterlang). Interessantes rund um den Wald und seine Bewohner ist bei der „Bergwanderung mit dem Revierjäger“ zu erfahren, die jeden Mittwoch auf weniger bekannten Wegen durch das Balderschwanger Tal führt. Und bis zurück in die Steinzeit geht’s bei der „Geologischen Wanderung“, die immer donnerstags von Oberstaufen Tourismus veranstaltet wird. Das vielversprechende Motto: auf Muschelsuche in der oberen Meerwassermolasse.

Viele weitere Informationen rund um den Naturpark und seine Angebote für Aktivurlauber finden sich unter www.naturpark-nagelfluhkette.info. Alle weiteren Details zum Allgäuer Wanderherbst auch in den anderen Regionen der renommierten Wanderdestinationen gibt’s unter www.allgaeu.info.