Sicher feiern und heimkommen

19.12.2020 Allgäu. Die Polizei gibt Tipps für einen sicheren Heimweg nach der Party:

Clubbesuche oder private Feiern, traditionelle Feste oder Motto-Partys, Karneval oder Fasnacht – es gibt nahezu immer einen Grund zu feiern.

Damit der eigene Spaß und die eigene Sicherheit nicht zu kurz kommen, gibt die Polizei Tipps gegen Belästigung und für einen sicheren Heimweg.

Mitunter kann es vor allem aufgrund von hohem Alkoholkonsum zu Belästigungen und körperlichen Auseinandersetzungen kommen. Auch Freunde und Bekannte müssen Grenzen akzeptieren und dürfen zurückgewiesen werden.

Bei aller Ausgelassenheit sollte sich jeder auch vor Konflikten und Belästigung schützen. Entscheidend ist eine umgehende Reaktion im Ernstfall. Dazu gehören ein sicheres Auftreten und bei Bedarf ein schnelles Handeln.

Niemand darf Opfer von Belästigungen werden. Mutmaßliche Täter sollten auf keinen Fall zusätzlich provoziert werden.

„In einer ernsten Situation ist es wichtig, andere um Mithilfe zu bitten, selbst für andere einzustehen, sich aber dabei nicht in Gefahr zu bringen“, sagt Dr. Stefanie Hinz, Vorsitzende der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. „Wer sich sicherheitsbewusst im öffentlichen Raum bewegt, kann sich vor vielen Gefahren schützen.“

Dazu gehört auch, das Geld für den letzten Drink lieber in eine Taxifahrt nach Hause zu investieren und die beleuchtete Hauptstraße der dunklen, schnelleren Abkürzung vorzuziehen.

Damit Ihr sicher durch die (Fas)-Nacht kommt, rät die Polizei:

• Achtet aufeinander. Geht am besten in der Gruppe und versucht einander den Abend über im Blick zu behalten.

• Wenn Ihr bemerkt, dass eine Freundin oder ein Bekannter besonders angetrunken ist, sorgt für einen sicheren Heimweg. Ruft zum Beispiel ein Taxi.

• Achtet auf Eure und die Getränke Eurer Begleitpersonen. Lasst diese nicht unbeaufsichtigt stehen.

• Wehrt Euch gegen Belästigungen und unerwünschten Körperkontakt – auch bei Bekannten. Seid selbstbewusst und macht deutlich, dass Ihr dieses Verhalten nicht toleriert.

• Bittet andere um Mithilfe (Freunde, Außenstehende oder Mitarbeiter des Veranstaltungsortes).

• Sorgt dafür, dass Euer Handy aufgeladen und griffbereit ist, damit Ihr im Ernstfall die Polizei verständigen könnt.

• Wendet Euch sofort an die Polizei unter 110, wenn Ihr oder andere bedroht oder angegriffen werden.

• Achtet auf einen sicheren Heimweg: Nutzt die öffentlichen Verkehrsmittel oder Taxis.

Wichtig zu wissen: Der Einsatz von Pfefferspray oder Reizgas ist nicht immer eine effektive Hilfe. Sie können das aggressive Verhalten von Tätern steigern und dadurch das Verletzungsrisiko für das Opfer erhöhen.

Auch spezielle Apps für einen sicheren Heimweg sind kein Ersatz für die Polizei. Nur sicherheitsbewusstes Verhalten und der sofortige Notruf in einem Ernstfall können zu Ihrem Schutz beitragen.

(ProPK/ PP Schwaben Süd-West, 16:30 Uhr DG)

Symbolfoto (© Bayerische Polizei)

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